Veränderung der Männerrolle

Neue Männlichkeit in Beziehungen

Die Generation von Männern des 21. Jahrhundert steht vor neuen Herausforderungen. Die Männerrolle ist im Wandel wie noch niemals zuvor. Die Vereinbarkeit der Vaterrolle und der Rolle als Ehemann stehen sowohl im Fokus wie auch der Erfolg im Beruf und die eigene Gesundheit. Zum ersten Mal in der Geschichte, wird auch von Männern erwartet, dass sie den Spagat zwischen Beruf und Familie erfolgreich meistern.

Eltern sind Vorbilder in Ihrem Verhalten für Ihre Kinder. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Kinder sich das Verhalten ihrer Eltern abschauen und später als Erwachsene sehr viele Glaubenssätze von ihren Eltern übernehmen.
Somit haben die Lebensumstände unserer Großväter und Väter einen immensen Einfluss auf die heutigen Väter.

Doch mit welchen Glaubenssätzen sind unsere Väter groß geworden? Schauen wir zurück auf die Herausforderungen unserer Großväter. In der Nachkriegszeit war es die Aufgabe der Männer die Familie zu ernähren und für ein Dach über dem Kopf zu sorgen. Die Rollentrennung war damals ganz streng. Somit hatten sie weder mit Haushalt noch mit der Kindererziehung etwas zu tun und die Partnerschaft musste „funktionieren“.

Und genau dieses Verhalten haben unsere Väter von Ihren Vätern verinnerlicht. Jedoch hatten sich die Zeiten bereits in den 60er und 70er Jahren schon sehr stark verändert. Wir hatten zu dieser Zeit den Wirtschaftsaufschwung. Es ging je nach Land und Herkunft den meisten Menschen schon richtig gut. Der Aufschwung hat für viele neue Jobs und damit zu einem hohen Wohlstand verholfen. Doch die Rolle unserer Väter hat sich nicht großartig von der Rolle ihrer Väter unterschieden.

Die Frau war auch weiterhin für die Kinder und den Haushalt verantwortlich und der Mann für das Geld verdienen. Es war damals fast in allen Haushalten üblich, dass nur der Mann gearbeitet hat. Die Rollen waren klar verteilt. Der Vater hatte sehr wenig Anteil an der Kindererziehung und war meist sehr streng und autoritär. Das bedeutet für uns Väter von heute, dass wir von unseren Vätern diese Prägung mitbekommen haben.

Allerdings stehen wir Väter heutzutage vor Herausforderungen, für die wir keine Vorbilder haben. Die verinnerlichten Prägungen und Glaubenssätze sind eher Hindernisse als Hilfestellungen.
Heutzutage haben bereits viele Väter erkannt, dass sie es anders machen wollen als ihre eigenen Väter. Heute arbeiten meistens auch beide Elternteile.

Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen möchten die Mütter ebenfalls Karriere machen. Zum anderen ist das Leben aktuell so teuer geworden, dass die meisten Familien auf das zweite Einkommen angewiesen sind. Das führt zwangsläufig zu einer veränderten Männerrolle. Zusätzlich zum Job kommen noch der Haushalt, die Kindererziehung und die Pflege der Partnerschaft hinzu. Darauf wurden wir Männer von unseren Vätern nicht vorbereitet. Es ist plötzlich eine ganz neue Situation für die Männerwelt.

Jeder Vater versucht es auf seine Art und Weise zu lösen. Meistens wird der Tag immer kürzer, weil wir uns immer mehr Aufgaben vornehmen. Noch kurz Einkaufen, dann die Kinder zum Sport fahren, dann die Frau unterstützen, dann noch ein wichtiges Meeting und noch der Termin beim Elternabend. Es bleibt kaum noch Zeit für einen selbst. Die meisten Männer suchen dann einen Kompromiss. Manche machen es bewusst und viele machen es unbewusst.

Der Kompromiss sieht oft so aus, dass die eigenen Bedürfnisse und die eigene Gesundheit vernachlässigt werden. Oft leidet auch die Ehe darunter. Das ist einer der Gründe für die hohe Scheidungsrate. Ein weiterer Kompromiss ist, dass die eigenen Ziele und Wünsche hintenangestellt werden. Die Karriere wird zum Wohle der Familie aufgegeben.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es keine Kompromisse geben darf. Wir beschneiden uns mit solchen Kompromissen der Möglichkeit ein großartiges Leben zu führen. Wir vermitteln unseren Kindern, ob bewusst oder unbewusst, dass wenn du selbst Kinder hast, dann musst du auf vieles verzichten. Sollen unsere Kinder wirklich das von uns lernen? Sollen unsere Kinder in dem Bewusstsein aufwachsen, dass Kinder eine Belastung für das Leben der Eltern sind?

Natürlich lieben wir unsere Kinder. Die Familie ist wichtiger alles andere. Und weil die Familie und die Kinder besonders wichtig sind, haben wir die Verantwortung ihnen vorzuleben, wie sie ein erfülltes Leben ohne Kompromisse führen können.

Über den Autor:

Roman Alles ist Vater dreier Kinder und Autor des Buches Being a Smart Dad - Wie Du die Herausforderungen eines modernen Vaters meistern kannst. Er betreibt den Blog Be A Smart Dad und hilft dort als Ehemann, Vater, Mensch, Coach und Führungspersönlichkeit anderen Männern dabei ihr Leben zu meistern.

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  • Ich verstehe nicht ganz, warum „es keine Kompromisse geben darf.“ In dem Moment, in dem ich eine verbindliche Beziehung eingehe, bin ich nicht mehr alleine in meinem Leben unterwegs, und natürlich braucht es dann die Bereitschaft, nicht nur ICH, sondern auch DU und WIR zu denken, zu sagen, zu handeln. Umso mehr gilt das, wenn ich für Kinder verantwortlich bin. Wer keine Kompromisse eingehen will, sollte sich nicht binden und auch keine Kinder zeugen.

    Vielleicht geht es dem Auor ja aber auch darum, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen nicht soweit zurückzustellen, dass sie langfristig gar keine Beachtung mehr finden. Auch das würde keinen Sinn machen, denn ein Du und ein WIR braucht auch ein starkes ICH. Wenn die Liebespartner das alleine nicht schaffen, kann eine Paarberatung Wunder wirken.

    Dort könnte man auch lernen, dass es nicht nur eine Form von Kompromiss gibt – den, wo sich alle etwas abschneiden und dadurch leiden –, sondern sehr viel mehr. Stichwort Tetralemma.

    Natürlich müssen wir Eltern auf vieles verzichten, wenn wir Kinder bekommen. Wie auch nicht? Wer das nicht gerne akzeptieren kann, wird sich und seiner Familie keinen Gefallen tun. Das heißt ja nicht, dass „unsere Kinder in dem Bewusstsein aufwachsen, dass Kinder eine Belastung für das Leben der Eltern“ – ich denke, sie wachsen in dem Bewusstsein auf, dass Kinder, dass Familie, etwas ist, für das man anderes gerne mal zurückstellt. Kinder wären in dieser Sichtweise keine „Belastung“, sondern etwas ganz besonders Wertvolles.

    Alle Eltern müssen für sich herausfinden, wie viel ihrer Kraft und Zeit sie ihren Kindern geben und wo sie etwas für sich selbst bzw. für ihre Liebesbeziehung tun. Damit das künftig noch besser gelingt, brauchen wir hilfreiche Strukturen. Private (Großeltern, Freunde, Kita, Babysitter etc.), berufliche (Keine Meetings am Abend etc.) und gesetzliche. Letztere wird es umso leichter geben, je mehr Väter für sie eintreten und diesen Kampf nicht alleine den Frauen und der Frauenbewegung überlassen.

    Vor allem anderen aber braucht es Männer, die für ihre Kinder da sind. Möglichst mehrere Stunden am Tag. Mitdenkend, mitmachend und sich dem Mental Load nicht entziehend.

  • Lieber Roman,

    danke für deinen Artikel.

    Du hast recht – es ist sehr wertvoll, sich über die eigenen Prägungen bewusst zu werden. Ich stimme auch zu, dass wir als Väter auf unsere eigenen Bedürfnisse achten sollten – viel mehr als die meisten Männer es tun.

    Dennoch ist dein Artikel in meinen Augen verallgemeinernd und trifft pauschale Aussagen. Ich kann diese Aussagen für mein Leben so nicht bestätigen. Auch auf deinem Blog ist bisher wenig eingestellt.

    Hast du dich wirklich in der Tiefe mit dem Thema beschäftigt?

    Herzensgruß

    Fabian Edzard Schneider

  • Lieber Roman,
    danke für Dein Statement zum Thema.
    In einem gebe ich Dir völlig recht – es gibt keine männlichen Vorgängergenerationen, die uns als Vorbilder helfen, mit den neuen Anforderungen an das Mannsein klarzukommen.
    Positiv ausgedrückt – wir müssen uns als Männer neu erfinden !
    In Deinem Artikel sprichst Du hauptsächlich über Väter und das Vater sein. Für mich ist Vater sein eine Form von Mann sein, eine der herhausfordernsten und verantwortungsvollsten Formen von Mann sein.
    Deswegen stellt sich für mich die Frage nach den Kompromissen nicht so wie Du sie darstellst und vehement ablehnst. Vielmehr stehe ich ganz besonders auch als Vater in der Verantwortung aus meiner männlichen Würde und Kraft heraus, die Dinge möglichst gut zu tun, die mir wichtig sind. Für meine Kinder sehe ich meine wichtigste Aufgabe darin, sie dabei zu unterstützen und zu fördern, eigenverantwortliche, selbstbewusste und besonders sich selbst vertrauende erwachsene Frauen und Männer zu werden.
    Was das zu welchem Zeitpunkt für mich bedeutet, kann ich nur konret aus der jeweiligen Situation heraus bestimmen.
    Dazu zwei Beispiele von mir:
    Ich habe mich irgendwann von meiner Familie schweren Herzens getrennt, weil ich nicht mehr konnte und nicht wußte, wer ich als Mann bin. Die Trennung und die damit verbundenen Defizite habe ich meinen Kindern zugemutet – weil es aus meiner Sicht nicht anders ging und ich eine neue Basis als Mann für mich finden musste.
    Vor etwa 10 Jahren hatte einer meiner Söhne einen schweren Unfall, mit schwerwiegenden und langfristigen gesundheitlichen Folgen. Ich habe beschlossen, für meinen Sohn da zu sein. Dieser Weg war für mich ein Herzensweg, den ich auch weitergegangen bin, als ich mit Ende 50 nach 25 Jahren meinen Ingenieursjob auf Druck meiner Firma aufgeben musste, und mich seitdem als Fensterreiniger über Wasser halte.
    Josef

    • Roman Alles sagt:

      Danke für dein Kommentar und deine sehr bewegende Geschichte. Es muss hart sein sich von der Familie zu trennen. Jeder Mensch hat seine individuelle Lebenssituation und sollte selbst entscheiden, was für einen wichtig. Ich spreche in meinem Beitrag bewusst junge Väter an. Ich bin selbst bald vierfacher Papa. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer es ist die verschiedenen Rollen als Mann unter einen Hut zu bekommen. Viele Männer versuchen diesen Rollen unter maximaler Anstrengung gerecht zu werden. Doch leider zu oft mit einem unbefriedigenden Ergebnis. Ich erlebe so viele Männer, die unter diesem Druck leiden. Deshalb schreibe ich auch in meinem Buch, dass es keine miesen Kompromisse geben sollte. Damit meine ich, dass wir nicht einen Lebensbereich aufgeben sollten, der für und selbst wichtig ist. Lass uns das weiter denken. Wir gehen den Weg und wählen einen Kompromiss und opfern unbewusst zum Beispiel unsere Gesundheit, weil wir unbedingt in den anderen Lebensbereichen funktionieren wollen. Welche Art von Vorbild sind wir dann für unsere Kinder? Welchen Bezug haben die Kinder zum Arbeiten, wenn der Papa jeden Tag nach der Arbeit total erschöpft auf das Sofa fällt? Womöglich haben die Kinder noch Mitleid, weil sie verstehen, dass der Papa so schwer arbeiten muss, um für die Familie zu sorgen. Ich weiß, dass es vielen Familien so geht. Und das muss nicht sein. Wir entscheiden wie wir unser Leben führen und welche Art von Vorbild wie für unsere Kinder sein wollen. Ich könnte hier jetzt noch so viel ausführlicher darüber schreiben😅. Deshalb mache ich mal Stop.

      Josef ich finde es toll, dass du für deinen Sohn da bist, wenn er dich am meisten braucht. Damit bist du ein tolles Vorbild für viele. LG Roman

  • Sandra sagt:

    Nur eine kleine Anmerkung: Dass die Frau, die Karriere machen will, als einer der zwei Gründe, für die veränderte Lebenswelt der Männer herhalten muss ist mir zu einseitig. Frauen, wollen nicht immer Karriere machen, sie müssen aus vielfältigen Gründen arbeiten gehen: um arbeitsfähig zu bleiben, für ihre Altersvorsorge (Altersarmut ist weiblich!), weil sie so im Notfall (auch Männer werden schwer krank), eine Arbeit haben, sie sind so Rollenvorbild für Mädchen und Jungen, sie haben in ihre Bildung investiert und wollen den Ertrag genießen. Da springt nicht immer eine „Karriere“ raus. Die Nutzung des Wortes „Karriere“ in dem Kontext kreiert ein ungerechtes Frauenbild, dass Männer doch so auch nicht von sich haben wollen.

    • Roman Alles sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar, Sandra. Meine Frau Jana ist Diplom-Kauffrau und arbeitet als Controllerin. Und ich finde es super, dass sie das macht. Wir unterstützen uns bereits seit 18 Jahren auch bei unserer Karriere gegenseitig. Sie ist damit ein tolles Vorbild für unsere Töchter. Und weil wir es so möchten, haben wir eine andere Lebenssituation, als es früher meine Eltern und Großeltern hatten. Deshalb haben viele Familien heute andere Herausforderungen als noch vor 30 Jahren. Und deshalb braucht es jetzt andere Männer und auch Frauen, als früher. Ich finde diese Entwicklung super. Doch leider scheitern sehr viele Männer und Frauen an diesen neuen Herausforderungen. LG Roman

  • Cleo Wiesent, Amsterdam sagt:

    Auch ich bin über diese Aussage in Deinem Artikel gestolpert …. „Ich bin der festen Überzeugung, dass es keine Kompromisse geben darf. Wir beschneiden uns mit solchen Kompromissen der Möglichkeit ein großartiges Leben zu führen“….

    Bevor ich hierzu meine Meinung gebe, würde mich interessieren was mit diesem Satz genau gemeint ist. Es ist einfach über dieses Statement herzufallen. Bevor ich das mache, würde ich Dich, Roman Alles, jedoch gerne fragen um diese Aussage näher zu erklären um sicher zu sein was Deine persönliche Definition van ‚Kompromisse‘ (in diesem context) ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du es so ‚alles oder nichts‘ meinst wie Du es geschrieben hast. Das wäre weltfremd, ehrlich gesagt.

    • Roman Alles sagt:

      Vielen Dank für deine Nachfrage, Cleo. Ich habe bereits in meiner Antwort an Josef dazu kurz geschrieben, dass ich damit miese Kompromisse meine. Das Leben ist nicht Schwarz oder Weiß. Für mich ist das Wort Kompromiss negativ behaftet. Für mich ist Work-Life Balance ein mieser Kompromiss. Vor allem, wenn wir die Verantwortung dafür seinem Arbeitgeber übertragen. Für mich erschließt es sich nicht, warum ich ein Gleichgewicht zwischen meinem Leben und meiner Arbeit brauche. Wir sollten eine Life-Balance anstreben. Und auch die volle Verantwortung dafür übernehmen. Die Arbeit ist nur ein Bereich unseres Lebens und in dem Modell der Work-Life Balance geht es eher darum, wie bekomme ich mein Leben um die Arbeit herum organisiert. Ich hoffe, dass ich etwas veranschaulichen konnte.

      Ich freue mich auf deine Meinung, Cleo.

      LG Roman

  • Christopher Hilbig sagt:

    Hallo Roman,
    Danke für deinen Artikel.
    Erst war ich etwas skeptisch, dann jedoch konnte ich dir mehr und mehr zustimmen.
    Allerdings sehe ich absolut nicht, warum die „alten“ Prägebilder nicht mehr Stimmen sollten?
    Ich hatte einen hervorragenden Vater, 1925 geboren. Wenn er da war, war er immer für uns da, lehrte und führte uns und unsere Mutter mit Ruhe, Geduld und natürlicher Autorität. War er auf Reisen, stand sein Wort und seine Regeln und würden von unserer Mutter umgesetzt. Er vermittelte uns Werte wie Stolz, Ehrgefühl, Kampfgeist, freies Denken, Fleiß und Gottvertrauen. Er arbeitete wie ein Pferd, damit wir es besser haben, als er es hatte. Er war unser Held und als er an Malaria starb, starben wir ein Stück mit. Bis heute fehlt er, aber wir alle versuchen, in seinem Sinne zu leben. Ebenso war unser Großvater.
    Besonders in der heutigen Zeit, wo man als Mann Spielball aller ist, wo Frauen führen, muss man sich seiner Position sicher sein. Das „alte“ Bild geht immernoch und führt zu Zufriedenheit und Erfolg. Beruf und Familie sind wie eh und je kein Problem und auch die Türken und Araber leben uns vor, wie Erziehung nein dem Job geht.
    Also wer meint, er braucht ein neues Bild, ist eher mit sich selber nicht im reinen, als mit seiner Männerrolle, die dann wohl eher echt nur eine gespielte Rolle ist.

    • Roman Alles sagt:

      Danke für dein Kommentar, Christopher. Es freut mich, dass du so einen tollen Vater hattest. Wenn dein Vater 1925 geboren wurde, dann bist du wahrscheinlich kein junger Vater.
      Viele junge Väter möchten nicht so ein Vater sein, wie du ihn beschreibst. Sie wollen auch nicht mehr Autoritär sein. Ich habe drei Kinder (nächstes Jahr vier) und ich will eine andere Beziehung zu meinen Kindern. Jeder Mann sollte für sich entscheiden, welche Art von Vater er für seine Kinder sein möchte. Es ist für mich okay, wenn du aus deiner persönlichen Lebenserfahrung es anders siehst. LG Roman

  • Angelika sagt:

    Was soll den dann genau dein Lösungsweg sein? Einfach keine Kompromisse und dafür soll die Frau dann wieder die Kompromisse eingehen? Dein Artikel ist keine Hilfestellung, was sollen Männer jetzt damit anfangen.

    • Roman Alles sagt:

      Angelika, auf keinen Fall soll es auf dem Rücken der Frauen ausgetragen werden. Ich liebe meine Frau und würde niemals so einen Weg als Lösung ansehen. Mann und Frau sollten als gut eingespieltes Team agieren.

      Die Lösung ist ein Veränderungsprozess, den der Mann und die Frau am besten auch, durchlaufen. In meinem Buch beschreibe ich ausführlich auf 200 Seiten diesen Prozess. Deshalb verzeih mir, wenn ich es hier nicht in komprimierter Form schreiben kann. Im Kapitel 15 beschreibe ich ausführlich die notwendigen Acht Schritte, um diese Veränderung umzusetzen. LG Roman

  • Jan sagt:

    In meinen Augen ist der Artikel deutlich zu einseitig. Natürlich werden sich verändernde Wertevorstellungen unterschiedlicher Generationen benannt, was ich persönlich für gut und wichtig halte.
    Jedoch ist mir einerseits das binäre System (Mann/Frau) ein Dorn im Auge: Gerade heutzutage wird viel über Geschlechterrollen und Gender diskutiert. Ich frage mich, ob das nicht neben der individuellen frühkindlichen Prägung einer der größten gesellschaftlichen Wandlungsprozesse vom heutigen Verständnis von Geschlechterrollen darstellt? Andererseits empfinde ich es als fragwürdig, die sich wandelnde Männerrolle lediglich auf das Vater-sein zu reduzieren. Was ist mit denjenigen Männern, die bspw. aus gesundheitlichen Gründen keine Väter werden können? Spüren sie nicht den Wandel von Geschlechterrollen, weil sie keine Väter sind?
    In meinen Augen ist der Artikel zu einseitig und wenig durchdacht.

    • Roman Alles sagt:

      Danke dir Jan. Ich gebe dir bei deinen Anmerkungen völlig Recht. Es ist primär für Väter geschrieben. Ich schreibe hier aus meinem persönlichen Leben und meinen Erfahrungen als Vater und Mann. Ich habe drei Kinder und kann nichts zum Leben ohne Kinder schreiben. Dieses Leben kenne ich nicht. Wenn man zum ersten Mal Vater wird, dann verändert sich dass Leben für immer.
      LG Roman

  • Monika Joachim-Heigh sagt:

    Dein Satz ‚Zum anderen ist das Leben aktuell so teuer geworden, dass die meisten Familien auf das zweite Einkommen angewiesen sind‘ ist die Grundvorraussetzung für den Gedankengang, der im Artikel angeboten wird. Die Forderungen der Gesellschaft sind der Konsum, und um dem nachzukommen müssen beide Partner arbeiten. Man könnte das auch anders lösen, unsere scandinavischen Nachbarn sind uns da auch etwas voraus. (verlängerte Kinderzeit etc.) Auf der anderen Seite wird ‚Erfolg‘ auch nur in angeheuften Konsumgütern, der letzten Reise, dem teuren Konzertbesuch, der Partymaile gewertet. Was heißt hier einschränken? Weniger Karriere? Weniger zu Gym, denn, wenn man den Artikel bösartig interpretiert, Familie geht offensichtlich auf die Gesundheit. …und dann auch noch ‚die Frau unterstützen‘. Ich bin schon ein etwas älteres Modell, aber Jungchen, aus welcher Mottenkiste hast Du denn das herausgeholt, das haben wir schon 1960-70 mit unseren Männern durchdiskutiert. Das ist alles uralt und klingt aufgewärmt, als ob man in 50 Jahren nichts gelernt hat. Dass es hinten und vorne nicht alles klappt, ist offensichtlich, aber der Ansatz das in einer gesellschaftskonformen Glasglocke zu diskutieren, ist nicht hilfreich. Die einzigen Abstriche , die du machst, sind die emazipatorischen Notwendigkeiten, die du als Entschuldigung für die noch notwendigere (für dich) Selbstverwirklichung des Mannes darstellst. Darum ging und geht es doch in jeder Generation, nur hat man es anders genannt. Und da sind wir wieder : bei der Selbstverwirklichung des Mannes. 2020?????????????????

  • Mühsam.
    Mehr als „keine Kompromisse!“ hat der Autor nicht zu bieten?! Schade.
    Denn das ist auch noch unbelegt- und falsch
    Die Sprache, die hohlen Phrasen, immer wieder „die neuen Herausforderungen“, (wie mich DAS langweilt!) die zudem nirgends belegt werden, machen das geschriebene zu einem ziemlich schwachen Versuch.
    Hier hat einer nur eine schwache Antwort und kann noch nicht mal die richtigen Fragen formulieren. Daher die deutliche Replik:
    1. Wer neue Rollen sucht, findet nur neue Fremdzuschreibungen. Der Begriff der Rolle aus der Soziologie führt in die Sackgasse der Fremdbestimmung. Vergiss Herausforderungen, vergiss Rollenmodelle, finde heraus, wer du selber bist und was du deinen Kindern geben kannst. Dein Vater sollte eine gute Hilfe dabei sein. Denn
    2. Es fehlt der Ansatz, wo die neue Männlichkeit denn herkommen soll. Da gibt es noch nicht mal eine Frage! Egoismus kann es ja wohl nicht sein! Hilfe bei Lao Tse: (Im Taoismus gibt es auch keine Kompromisse!)
    „Wer kein Leben hat, hält sich an seine Rechte – wer das Leben hat, hält sich an seine Pflichten.“ Ja, das sind Kinder kompromisslos.
    3.)“Männlichkeit leben!“ ist ein guter Anfang: weniger labern- mehr machen.

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